Non-IFRS Finanzkennzahlen
            

Hintergrund zur Verwendung von Non-IFRS Finanzkennzahlen

Die Software AG verwendet im Rahmen ihrer Regel- und Pflichtpublikation alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures (APM)), die nicht nach IFRS definiert sind und als Non-IFRS-Finanzkennzahlen dargestellt werden.

Diese Non-IFRS-Finanzkennzahlen werden von der Software AG zum einen als bedeutende Leistungsindikatoren zur internen Konzernsteuerung sowie teilweise für die variable Management Vergütung verwendet. Zum anderen zielen diese Kennzahlen darauf, die Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen zu verbessern..

Die Non-IFRS-Finanzkennzahlen dienen als zusätzliche Information zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit IFRS ermittelten Finanzkennzahlen. Die verwendeten alternativen Leistungskennzahlen werden im Folgenden aufgeführt und erläutert.

Definitionen der verwendeten Non-IFRS Finanzkennzahlen

Währungsbereinigte Kennzahlen
Der Entwicklung der Umsatzerlöse kommt eine zentrale Bedeutung zu. Die Veränderung der Umsätze gegenüber dem Vorjahr enthält aber bei Erlösen aus Nicht-Euro-Ländern sowohl eine Mengenkomponente als auch eine Währungskomponente. Die Währungskomponente entsteht durch Umrechnung von Fremdwährungsumsatz in Euro. Bei Währungskursveränderungen zum Vorjahr entsteht ein sogenannter Translationseffekt, der den Umsatzausweis in Euro verändert, aber für das originäre Geschäft in der jeweiligen Vertriebsregion keine Bedeutung hat. Dementsprechend ermöglicht die Wechselkursbereinigung der Umsatzzahlen eine bessere Transparenz des ökonomischen unternehmerischen Erfolgs sowohl bei der internen als externen Berichterstattung.

Zudem veröffentlicht die Software AG Informationen zu einzelnen Ergebnisgrößen.

Währungsbereinigte Umsatz- und Ergebniszahlen werden berechnet, indem Umsatz und Ergebnis mit den jeweiligen Durchschnittskursen der Vergleichsperiode anstatt der laufenden Periode umgerechnet werden.

Umsatz (Non-IFRS)
Nach IFRS werden die im Rahmen von Akquisitionen übernommenen Verträge zum Zeitpunkt des Erwerbs mit ihrem Fair Value angesetzt. Hierdurch werden in den Folgeperioden die entsprechenden Erlöse nicht in voller Höhe gezeigt und entsprechen nicht den Erlösen die das erworbene Unternehmen gezeigt hätte, wenn es nicht von Software AG übernommen worden wäre. Die IFRS Umsatzzahlen werden dementsprechend um akquisitionsbedingte Reduktionen der Produktumsätze korrigiert. Accordingly, the IFRS revenue figures will be adjusted by acquisition-related reductions of product revenues.

EBIT (vor allen Steuern)
Software AG definiert EBIT (vor allen Steuern) wie folgt:
Konzernüberschuss
+ Ertragssteuern
+ Sonstige Steuern
+ Finanzergebnis
= EBIT (vor allen Steuern)

EBITA (Non-IFRS) Marge
Im Fokus der unternehmensinternen Steuerung steht die operative Ergebnismarge EBITA (Non-IFRS).
Die operative Marge EBITA (Non-IFRS) errechnet sich wie folgt:
EBITA (Non-IFRS)
÷ Gesamtumsatz (Non-IFRS)
= EBITA (Non-IFRS) Marge

Das Operatives Ergebnis EBITA (Non-IFRS) wird wie folgt ermittelt:
Ergebnis vor allen Steuern und Finanzergebnis (EBIT (vor allen Steuern))
+ Akquisitionsbedingte Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte
+ Akquisitionsbedingte Reduktionen der Produktumsätze durch Kaufpreisallokationen
+/- Sonstige akquisitionsbedingte Ergebniseffekte
+/- Aufwendungen/Erträge aus aktienkursabhängigen Vergütungen
+ Aufwendungen für Restrukturierung und Personalanpassungen
+/- Außerordentliche Rechtsstreitigkeiten / sonstige Einmaleffekte
= Operatives Ergebnis EBITA (Non-IFRS)

Nettoergebnis (Non-IFRS)
Das Nettoergebnis (Non-IFRS) errechnet sich wie folgt:
EBITA (Non-IFRS)
+/- Finanzergebnis (IFRS)
+/- sonstige Steuern (IFRS)
+/- kalkulatorische Steuerbelastung auf Basis des effektiven Ertragssteuersatzes im Konzern
= Nettoergebnis (Non-IFRS)

Ergebnis je Aktie (Non-IFRS)
Das Ergebnis je Aktie (Non-IFRS) wird wie folgt berechnet:
Nettoergebnis (Non-IFRS)
÷ Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert)
= Ergebnis je Aktie (Non-IFRS)

Free Cash Flow
Die Software AG definiert den Free Cashflow als:
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
- Cashflow aus Investitionstätigkeit
+ Auszahlung für Investitionen in kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
- Einzahlungen aus dem Verkauf von kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten
- Einzahlungen aus dem Abgang von Veräußerungsgruppen
+ Nettoauszahlungen für Akquisitionen
= Free Cashflow

Netto-Cash-Position bzw. Nettoverschuldung
Die Software AG definiert Netto-Cash-Position bzw. Nettoverschuldung wie folgt:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
- Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
- Langfristige Finanzverbindlichkeiten
= Liquide Mittel, netto / Nettoverschuldung

Kennzahlen der Segmentberichterstattung
Die Software AG berichtet über die folgenden drei Segmente:

  • Digital Business Platform
    (DBP: Integration, Geschäftsprozessmanagement und Big Data, im Wesentlichen mit den Produktfamilien webMethods, Aris, alfabet, Apama, Terracotta, Zementis und Cumulocity)
  • Adabas & Natural
    (A&N: Datenmanagement mit den Produktfamilien Adabas-Natural)
  • Consulting
    (Implementierung von Produkten der Software AG)

Aufwendungen aus planmäßigen Abschreibungen auf im Rahmen von Akquisitionen erworbene imma-terielle Vermögenswerte sind nicht in den Segmentbeiträgen enthalten. Sie werden in der separaten Überleitungsspalte kumuliert gezeigt. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden auf Basis von direkt zurechenbaren Aufwandskomponenten und geschlüsselten Gemeinkosten des Forschung- und Entwicklungsbereichs auf die Segmente verteilt.

Die Kennzahlen der Segmentberichterstattung berechnen sich wie folgt:
Lizenzumsätze
+ Wartungsumsätze
= Produktumsätze (nur im Produktsegmenten DBP und A&N)
+ Dienstleistungsumsätze
+ Sonstige
= Umsatzerlöse
- Herstellkosten
= Bruttoergebnis vom Umsatz
- Vertriebsaufwendungen
= Segmentbeitrag
- Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
= Segmentergebnis

Die Berechnung für den Consulting-Bereich beginnt in der Zeile Dienstleistungsumsätze, da in diesem Segment keine Lizenz- und Wartungsumsätze erzielt werden.

Die Segmentmarge errechnet sich als prozentualer Anteil des Segmentergebnisses an den Umsatzerlösen des Segments.


Stand: August 2017

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